Tipps: Ruhige Spaziergänge mit Dexino Lura-Logik
Diese Tipps sind nicht dazu da, dich mit Regeln zu erschlagen. Sie sind dazu da, dass Auslauf einfacher wird. Dexino Lura arbeitet jeden Tag mit unterschiedlichen Charakteren: nervös, stürmisch, gemütlich, reaktiv, neugierig. Die Basics funktionieren für alle, wenn man sie konsequent und freundlich umsetzt.
1) Leine ist ein Gespräch. Eine lockere Leine heißt nicht, dass der Hund „brav“ ist. Sie heißt, dass ihr verbunden seid. Wenn dein Hund zieht, hilft oft weniger Kraft und mehr Struktur: stehen bleiben, Richtung wechseln, belohnen, sobald die Leine locker wird. Drei klare Wiederholungen sind besser als zwanzig Minuten Dauerziehen.
2) Schnüffeln ist mentale Arbeit. Für Hunde ist Schnüffeln nicht Zeitverschwendung, sondern Informationsverarbeitung. Plane Schnüffelphasen ein, besonders bei angespannten Hunden. Gleichzeitig: gib ein Signal wie „weiter“, damit ihr Rhythmus habt. So wird Schnüffeln Teil der Struktur, nicht das Ende jeder Bewegung.
3) Begegnungen sind optional. Dein Hund muss nicht jeden begrüßen. Du musst auch nicht jedes „Der tut nix“ diskutieren. Nutze Bögen, wechsle die Seite, stelle dich zwischen Hund und Reiz. Belohne, wenn dein Hund dich anschaut oder ruhig bleibt. Abstand ist keine Niederlage, Abstand ist Management.
4) Wetter ist Management. Im Sommer: früh raus, Schatten, Wasser, Asphalt testen. Im Winter: Pfoten schützen, Streusalz abwaschen, bei Glätte lieber kürzer und sicher. Bei Sturm oder Gewitter: keine Heldengeschichten. Ein kurzer, ruhiger Spaziergang ist besser als Paniktraining im Donner.
5) Mini-Aufgaben statt Dauer-Action. Baue kleine Aufgaben ein: kurz warten, Sitz am Bordstein, ein paar Leckerchen im Gras suchen, zwei Richtungswechsel. Das kostet wenig Zeit, gibt aber Struktur. Wichtig: Aufgaben sollen beruhigen, nicht hochdrehen. Ruhige Suchspiele schlagen wilde Hetzerei.
6) Sicherheit am Körper. Ein gut sitzendes Geschirr ist oft sicherer als ein Halsband, vor allem bei schreckhaften Hunden. Für Ausbruchskünstler sind Sicherheitsgeschirre oder Doppel-Leinen sinnvoll. Reflektoren in der Dämmerung retten nicht dein Outfit, aber vielleicht deine Sichtbarkeit.
7) Freilauf ist ein Privileg. Freilauf ist toll, wenn Rückruf zuverlässig ist. Wenn nicht, ist er ein Risiko für Wildtiere, andere Menschen und deinen Hund. Trainiere Rückruf schrittweise, nutze Schleppleine, belohne groß. Ein Hund lernt nicht „einfach so“, nur weil du es gern hättest.
8) Nach dem Spaziergang runterfahren. Viele Hunde kommen aufgedreht nach Hause, weil sie nie gelernt haben, dass drinnen Pause ist. Hilf mit: Wasser anbieten, kurz Ruhe, kein wildes Spiel direkt danach. Ein ruhiger Abschluss macht den nächsten Spaziergang leichter.
9) Welpen und Senior:innen: andere Ziele. Welpen sollen nicht „müde gelaufen“ werden, sondern klug dosiert lernen: kurze Strecken, viele Pausen, positive Reize. Senior:innen profitieren von gleichmäßigem Tempo, Wärme an kalten Tagen und treppenarmen Routen. Achte auf kleine Signale wie kürzere Schritte oder längere Erholungsphasen.
10) Katzen an der Leine. Ja, das geht, wenn man es langsam und sicher aufbaut. Geschirrtraining in winzigen Schritten, drinnen üben, dann kurz vor die Tür. Draußen: Rückzug ermöglichen, keine Hunde-Begegnungen „zum Üben“, nie ziehen. Wenn die Katze einfriert, ist das Stress, nicht Sturheit.
11) Rücksicht macht’s leichter. Halte Abstand zu Menschen, die ihn wollen. Sammle Kotbeutel ein, auch wenn niemand zuschaut. Lass deinen Hund nicht in fremde Gärten oder an fremde Fahrräder. Gute Manieren sind kein Luxus, sie sind Konfliktvermeidung.
Dexino Lura-Checkliste vor dem Start: Leine und Geschirr sitzen, Kotbeutel sind dabei, Belohnungen für ruhiges Verhalten sind griffbereit, und du hast einen Plan für Begegnungen. Wenn dein Hund zu Schlingen neigt oder draußen Dinge frisst, kann Maulkorbtraining ein sinnvolles Sicherheits-Tool sein. Das ist kein Drama, das ist Prävention. Und falls du selbst gestresst bist: atme einmal durch, bevor du die Tür öffnest. Hunde lesen Stimmung, als hätten sie ein Abonnement darauf.
Routenwahl ohne Chaos: Wähle lieber eine Strecke, die du kontrollieren kannst, als eine, die „schön“ aussieht. Engstellen, Schulwege und stark befahrene Kreuzungen sind für viele Hunde Trigger. Eine ruhige Nebenstraße kann mehr Trainingswert haben als der überfüllte Park. Das Ziel ist nicht, möglichst viel zu sehen, sondern möglichst gut zu bleiben.
Belohnung ist Timing: Belohne nicht nur Kommandos, sondern Zustände. Wenn dein Hund ruhig schaut, langsam geht, Abstand hält oder nach einem Reiz wieder ansprechbar wird, ist das der Moment. So lernt er, dass Ruhe sich lohnt. Und ja, manchmal ist ein Lob leiser und wirksamer als ein hektisches „Fein!“, das den Hund wieder hochdreht.
12) Wenn draußen gar nichts geht: Kopfarbeit drinnen. Schnüffelteppich, Gegenstände suchen, einfache Tricks, ruhiges Kauen auf etwas Geeignetem. Zehn Minuten Konzentration können mehr bringen als eine hektische Regenrunde.
Wenn du diese Punkte beachtest, werden Spaziergänge planbarer und ruhiger. Und wenn dir im Alltag Zeit fehlt, übernimmt Dexino Lura den Auslauf: als professioneller Gassi Service, der minimalistisch arbeitet und maximal Rücksicht nimmt. Nicht als Luxus, sondern als praktische Haustierbetreuung, damit dein Tier zuverlässig bekommt, was es braucht.